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Der jüdische Filmemacher Alfi Seliger, 52, bezeichnet sich selber als „Nebbich“, die jiddische Bezeichnung für einen Versager. Er steckt in einer Lebens- und Schaffenskrise: Seine Frau Helena, die als Synchronsprecherin weitgehend für den Lebensunterhalt der Familie sorgt, fühlt sich vernachlässigt und geht mit ihrem Regisseur Johannes fremd; seine Kinder Romy und Alain sind in der Pubertät und verachten ihren Vater; seine exzentrische Mutter, ein ehemaliger Filmstar, nervt ihn durch Dauertelefonate und melodramatische Auftritte. Hinzu kommt eine berufliche Durststrecke: Sein letzter Erfolg, die Komödie Das blaue Wunder, liegt einige Jahre zurück, seither konnte er keine Filmidee mehr verwirklichen. Er zieht von Party zu Party, um Filmleute zu treffen und ihnen sein Drehbuch über den Karikaturenstreit schmackhaft zu machen. Arbeitstitel: Mo-ha-hammed. Seliger hat es satt, leichte Komödien zu drehen und will sich einem ernsten Thema mit Humor widmen. Seine Bemühungen sind jedoch fruchtlos, bis er auf Natasha, die liebestolle russische Ehefrau des einflussreichen Filmproduzenten Miesbach-Boronowski trifft: Sie bearbeitet sowohl ihren Mann als auch Alfi mit den Waffen einer Frau und bringt den Produzenten dazu, einen Vertrag mit Seliger abzuschließen; offen fordert sie die weibliche Hauptrolle.

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